USA gelassen gegenüber Putins Deal mit China

Nach dem russisch-chinesischen Vertragsabschluss für Gaslieferungen für 30 Jahre sagte der US-Außenminister, dies liege nicht an den aktuellen Spannungen.

"Das ist keine plötzliche Reaktion auf etwas, das gerade passiert", sagte US-Außenminister John Kerry lt. ZDF-Text bei einem Besuch in Mexiko. Die russische und chinesische Regierung hätten zehn Jahre an diesem Thema gearbeitet. Die USA sehe das Gasabkommen gelassen.

Gestern (21. Mai 14) war bekannt geworden, dass Gazprom China über 30 Jahre Gas für 400 Mrd. €  liefern wird. Dies entspreche 38 Mrd. m3 jährlich. In westlichen Medien wurde darauf die Befürchtung laut, dass Russland damit weniger Gas nach Europa liefern könnte und auf die Sanktionen des Westens mit einem Bündnis mit China reagiere.

Derweil bereite sich die EU unabhängig von der Meldung des Gas-Deals auf Lieferungsstörungen im nächsten Winter vor: In einem Entwurf zur Versorgungssicherheit würden die EU-Staaten dazu aufgerufen, ihre Speicher aufzustocken und nationale Notfallpläne zu erstellen. Demnach liege der Fokus auf osteuropäischen Staaten, die zum Teil zu 100 % von Russlands Gaslieferungen abhängig sind. (sg).