Eon will weitere Kraftwerke in Europa schließen

Insbesondere Gaskraftwerke lassen sich Eon zufolge in Europa nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Schuld sei der ungesteuerte Zuwachs erneuerbarer Energien und der daraus folgende Niedergang des europäischen Emissionshandels. Neben weiteren Kostensenkungen und Effizienzverbesserungen überprüfe Eon in diesem Zusammenhang auch die Stilllegung von Kraftwerken.

Eon erwartet sich auf Basis vorläufiger, bisher noch ungeprüfter Zahlen für das Gesamtjahr 2012 ein EBITDA von 10,8 Mrd. €. Das entspricht einer Steigerung von 16 % gegenüber dem Vorjahreswert mit 9,3 Mrd. €. Dem Anstieg begründet Eon mit Einmaleffekten wie die neu verhandelten Gasbezugsverträge und den Wegfall der Belastung aus der deutschen Atomgesetznovelle. Beim Konzernüberschuss erwartet Eon eine Steigerung von 2,5 auf rd. 4,3 Mrd. €. Der Anstieg sei auf die gesunkenen Abschreibungen und ein geringeres Zinsergebnis zurückzuführen. Die Aktionäre könnten sich voraussichtlich auf eine Dividende in Höhe von 1,10 € einstellen. (sg)