Die Fernleitungsnetzbetreiber wollen das Gasnetz weiter ausbauen. Nun starteten die Konsultationen für die geplanten Transportkapazitäten.
Bild: © Open Grid Europe

FNB Gas: Transportkapazitäten von bis zu 51,9 GW in Planung

Die Fernleitungsnetzbetreiber Gas starten die Konsultation für neu zu schaffende Transportkapazitäten. Technische Studien ergeben Investitionskosten von bis zu 3,1 Mrd. Euro.

Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) legen die Projektentwürfe für neu zu schaffende Transportkapazitäten gemäß Artikel 27 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2017/459 (Netzkodex Kapazitätszuweisung) zur Konsultation vor, teilte die FNB Gas in einer Presserklärung am heutigen Montag mit.

Zur vollständigen Bereitstellung der unverbindlich angefragten Transportkapazitäten in Höhe von bis zu 51,9 Gigawatt sei unter anderem ein Ausbau von Verdichterleistung und Pipelinebau erforderlich. Damit wären Investitionskosten in Höhe von bis zu 3,1 Mrd. Euro verbunden, heißt es weiter in der Mitteilung.

Kapazitätsausbau an den Grenzübergangspunkten

"Durch den Kapazitätsausbau an den Grenzübergangspunkten erweitern die Fernleitungsnetzbetreiber ihre Gasnetze für die künftigen Anforderungen der Transportkunden", wird Inga Posch, Geschäftsführerin des FNB Gas, zitiert.

Die Projektentwürfe für die Grenzen zu Dänemark, Polen und Russland (Kapazitätsaufwertung) ließen sich auf der Webseite der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas abrufen. Schriftliche Stellungnahmen können bis zum 10. September 2020 beim FNB Gas eingereicht werden.

Konsultationsfrist für das Verfahren an der Schweizer Grenze verlängert

Der Projektentwurf für die kombinierten Grenzen Niederlande und Russland für neu zu schaffende Kapazität soll am 31. August 2020 veröffentlicht werden. Für diesen Projektvorschlag können schriftliche Stellungnahmen bis zum 30. September 2020 abgegeben werden.

Die Konsultationsfrist für das Verfahren an der Grenze zur Schweiz werde nach einer entsprechenden Marktanfrage und nach Rücksprache mit der Bundesnetzagentur vom 20. August 2020 auf den 10. September 2020 verlängert, teilte die FNB Gas mit.

Nächster Schritt nach der Konsultation

Im Anschluss an die Konsultation legten die beteiligten Fernleitungsnetzbetreiber den nationalen Regulierungsbehörden die Projektvorschläge für neu zu schaffende Kapazität zur Genehmigung vor, heißt es in der Mitteilung weiter. (hcn)