Funkenregen: Die Schweißer verbinden die beiden letzten Stücke der Hochdruckleitung durch die „goldene Naht" Bild: EWE AG

Jemgum: Weg frei ins europäische Erdgasnetz

Der noch im Bau befindliche Erdgasspeicher Jemgum ist seit gestern (20. Dez.) mit dem europäischen Ferngasnetz verbunden.

Noch vor Weihnachten konnte die sog. "goldene Naht" gesetzt werden. Damit ist die letzte Schweißnaht gemeint, die die Gastransportleitung vom Speicher Jemgum mit dem holländischen Ferngasnetz in Oude Statenzijl verbindet. Sobald der Erdgasspeicher in Betrieb geht – geplant ist dies im April 2013 –, könne das Erdgas künftig mit einem Druck von bis zu 100 bar durch das Gasrohr mit einem Durchmesser von 900 mm strömen, erklärt EWE-Projektleiter André Fisse.

EWE und das Unternehmen Astora aus Kassel (das ausgegliederte Speichergeschäft der Wingas) planen in den nächsten Jahren insgesamt bis zu 33 Kavernen im Salzstock Jemgum zu errichten. EWE will bis zu 15 Kavernen mit einem Volumen von jeweils bis zu 700 000 m3 bauen. Bei Astora werden es voraussichtlich 18 Kavernen mit einem geometrischen Volumen von bis zu 750 000 m3 sein. Zwar werden beide Speicher zusammen entwickelt, der Betrieb wird nach der Fertigstellung allerdings unabhängig voneinander erfolgen. (sg)