Greenpeace plant Windgas-Anlage

Im Gewerbepark der niedersächsischen Gemeinde Suderburg will Greenpeace Energy seine erste Anlage zur Windgasproduktion errichten.

Mit dem Kooperationspartner Gasunie wolle man die Anlage bauen und betreiben, die Windgas in das überregionale Erdgastransportnetz einspeisen soll. Ende 2013 wird sie vorraussichtlich in Betrieb gehen.

Man habe sich laut Greenpeace für Suderburg entschieden, da es dort sowohl eine ausreichend große Gasleitung gebe, als auch den von der Greenpeace Energy-Tochter Planet Energy betriebenen Windpark Suderburg, der den Ökostrom für die Windgas-Produktion bereitstellen wird.

Bisher sind die hohen Kosten der Windgasproduktion, des sog. Power to Gas, allerdings noch ein großer Nachteil. Mit aktuell 30 Cent sollen die Kosten für eine kWh Windgas im Vergleich zum heutigen Erdgaspreis zehn Mal höher sein. Im Vergleich zu Biogas ist der Preis fünf Mal höher.

Finanziert wird das Vorhaben derzeit mit dem Gastarif "Prowindgas", der zur Förderung der Windgastechnologie für jede kWh einen Förderaufschlag von 0,4 ct veranschlagt. Sobald die ersten Erzeugungsanlagen am Netz sind, werde in das bisher reine Erdgas nach und nach Windgas beigemischt, erklärte Greenpeace Energy seine Pläne. (sg)