Viele Ventile, viele Rohre, viele Tanks: am Rostocker Hafen entsteht ein neues LNG-Terminal Bild: © ed_danilow / stock.adobe.com

Netzentwicklungsplan Gas wird konsultiert

Bis zum 25. Mai können nachgelagerte Netzbetreiber bei der Bundesnetzagentur ihre Stellungnahmen abgeben.

Die Bundesnetzagentur hat eine weitere Phase ihrer Konsultation zum Netzentwicklungplan (NEP) Gas für die Jahre 2018 bis 2028 gestartet. Nachdem im Februar und bis Anfang März die Öffentlichkeit Stellungnahmen zum Entwurf der Fernleitungsbetreiber abgeben konnte, ist die Reihe nun an den nachgelagerten Netzbetreibern. Tatsächliche und potentielle Nutzer des Gasnetzes können ihre Kommentare zum NEP bis zum 25. Mai einreichen. Wichtigste Themen sind die geplante Umstellung der H-Gas-Gebiete auf L-Gas, die Produktionseinschränkungen im Groningen-Feld, die Anbindung der Nord-Stream-2-Pipeline sowie der Markt für Flüssigerdgas (LNG).

Der Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas 2018-2028 schreibt im Wesentlichen die Ergebnisse des vorangegangenen NEP fort. Darüber hinaus werden 41 neue Ausbaumaßnahmen vorgeschlagen. Die Bundesnetzagentur begleitet die Konsultation mit einem öffentlichen Workshop am 15. Mai in Bonn.

Reaktion auf Erdbeben in Groningen

Weil die Produktion des niederkalorischen L-Gases zurück geht, werden derzeit mit L-Gas versorgte Gebiete auf H-Gas umgestellt. Der Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas 2018-2028 enthält einen Vorschlag für die weitere Umstellungsplanung bis 2030, teilt die Bundesnetzagentur mit. Grund für den Rückgang sind nicht zuletzt auch mehrere kleinere Erdbeben, zuletzt zu Jahresbeginn, die in Verbindung mit der Erdgasförderung aus dem Groningen-Feld gesehen werden. Die niederländische Regierung hat daraufhin beschlossen, die Gasförderung in Groningen schneller als bisher geplant zu reduzieren. Der Entwurf des NEP enthält Vorschläge für Maßnahmen, mit denen die angekündigten Förderkürzungen teilweise ausgeglichen werden sollen.

Der Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028 berücksichtigt zudem erstmals ein geplantes Terminal für Flüssigerdgas (LNG) in Brunsbüttel. Für die Anbindung dieses Terminals an das deutsche Gasnetz ist nach den Berechnungen der Fernleitungsnetzbetreiber eine neue Leitung von 50 km Länge erforderlich. (wa)

Der Entwurf des NEP.