Eine weitere Initiative will sich des Zukunftsthemas Wasserstoff annehmen und plädiert für mehr Technologieoffenheit.
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Neue H2-Mobilitäts-Initiative gestartet

Die Stadtwerke Kaiserslautern wollen mehr Wasserstoff auf die Straßen der Westpfalz bringen. Dazu sollen unter dem Namen „Blue Corridor“ neue Chancen für die Wasserstofferzeugung ausgelotet werden.

In der Westpfalz haben sich drei Unternehmen zusammengetan um Wasserstoff als Ergänzung zur E-Mobilität voranzutreiben. Die Stadtwerke Kaiserslautern, die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) und die Wasser Versorgung und Energie GmbH Kaiserslautern (WVE) haben hierzu die „Blue Corridor“-Initiative ins Leben gerufen.

Gemeinsam werben die Partner für mehr Technologieoffenheit: „Wir erkennen das Potenzial von Wasserstoff und sind überzeugt, mit der Förderung dieser Technologie den richtigen Akzent zu setzen. Das Thema Wasserstoff wird künftig eine bedeutende Rolle bei der Energie- und Mobilitätswende spielen“, erklärt Richard Mastenbroek, Mitglied des Vorstandes der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG und Initiator dieser Initiative und ergänzt: „Deshalb wollen wir uns nicht nur auf E-Mobilität beschränken, sondern eine neue Strategie und ein durchgängiges Konzept entwickeln, das über unsere Stadtgrenze hinaus zum Tragen kommt.“

Egal ob auf der Straße oder Schiene

Eine mögliche sinnvolle und vor allem wirtschaftliche Lösung für Wasserstoff im Tank prüft aktuell die ZAK, wobei aus Biomasse erzeugter Strom für die Elektrolyse von Wasserstoff verwendet werden soll. „Vor diesem Hintergrund wäre auch eine öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle auf dem Gelände der ZAK vorstellbar. Die Lage in der Nähe der Stadt und der Autobahnen A6 und A63 bietet viele Vorteile“, erläutert Jan B. Deubig, Vorstand der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern.

Auch Einsatzmöglichkeiten im ÖPNV und im Schienenverkehr will die Initiative ausloten. Im Laufe des nächsten Jahres will  „Blue Corridor“ erste Konzeptideen veröffentlichen und dabei gemeinsam mit Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Auch der DVGW hat bereits seine Unterstützung zugesagt. (ls)