Wasserstoff in rauen Mengen sollen die zwei Mega-Anlagen der Netzbetreiber künftig produzieren. Noch steht aber die Investitionsentscheidung aus.
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Power to Gas: 100 MW-Anlagen gehen in die Genehmigung

Fünf Netzbetreiber planen zwei Power-to-Gas-Anlagen im industriellen Stil. Nun gehen die Projekte in die heiße Phase. Die Genehmigung durch die BNetzA steht an.

Niedersachen wird in den kommenden Jahren der Standort für Power-to-Gas-Anlagen im großen Stil: Die Stromnetzbetreiber Amprion und Tennet wollen dort gemeinsam mit ihren Gaskollegen Thyssengas, Opengrid Europe und Gasunie zwei 100-MW-Elektrolyseure bauen. Damit möglichst bald die ersten Bauvorbereitungen getroffen werden können, haben die Projektpartner nun die Investitionsmaßnahmen bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingereicht.

Wenn die Bundesbehörde grünes Licht gibt, soll die Pilotanalge „Element eins“ von Tennet, Gasunie und Thyssengas schrittweise ab 2022 in Betrieb gehen und vor allem Stromüberschüsse aus den umliegenden Windkraftanlagen in Gas umwandeln. Für den Wasserstoff soll es dann übe die bestehende Pipeline in das Ruhrgebiet geleitet werden und dort Tankstellen und der Industrie zur Verfügung stehen.

Third Party Access geplant

Ungefähr in selben Zeitraum soll auch „Hybridge“ von Amprion und Open Grid Europe an den Start gehen. Bis 2023 soll die Anlage vollständig im Regelbetrieb laufen. Auch bei diesem Projekt geht der netzdienliche Einsatz Hand in Hand mit dem der industriellen Nutzung des „grünen“ Gases. Im Raum Lingen wird der Wasserstoff in das bestehende Gasnetz eingeleitet- Nahe gelegene Industrieunternehmen können sich an das Netz anschließen lassen. Beide Projekte sollen auf „Third Party Access“ ausgelegt sein.

Die Kapazitäten zur Umwandlung von grünem Strom in Gas soll Dritten, wie z.B. Direktabnehmern, Händern diskriminierungsfrei angeboten werden. (ls)