In ganz Deutschland spießen sie aus dem Boden: Power-to-Gas-Anlagen von klein bis groß sind im Kommen.
Bild: © DVGW

Power-to-Gas-Karte: Neun mal mehr Leistung geplant

Der DVGW hat seine „PtG-Map“ überarbeitet. Die ersten geplanten 100-MW-Anlagen sind nur Vorboten einer Projekt-Pipeline, die die aktuell installierte Leistung weit überholt.

„Power-to-Gas ist längst den Kinderschuhen entwachsen,“ resümiert Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW anlässlich der Veröffentlichung der neuen Power-to-Gas-Map des Verbandes. Und die Zahlen geben ihm Recht: Mittlerweile sind im gesamten Bundesgebiet 35 Anlagen in Betrieb. 16 Weitere sind in Planung. Künftig könnte die installierte Leistung der Kombi-Technologie um ein Vielfaches ansteigen.

Erstmals stehen zwei 100-MW-Anlagen auf der Agenda. Aber auch außerhalb dieser Mega-Projekte soll ein Drittel der Anlagen mit einer Leistung größer als fünf MW errichtet werden. Ihre Gesamtleistung wird mit 273 MW das Neunfache der heute installierten Leistung erreichen.

Großteil sind noch kleinere und mittlere Anlagen

Doch der Blick in die Zukunft fällt trotz beeindruckender Projekt-Pipeline nicht nur positiv aus, wie Linke verdeutlicht: „Derzeit verhindern regulatorische Schranken, dass Betreiber ihre Anlagen aus dem Projektstatus in einen wirtschaftlichen Betrieb überführen können.“

So sind über zehn der 35 aktuell betriebenen Anlagen Forschungsstandorte, deren Gaserzeugung nicht in der Praxis zur Verfügung steht. Der Großteil der Bestandanlagen liegt im kleineren und mittleren Maßnstab bis zu zehn MW.  (ls)