Rekordwert bei Tagesmenge im Gasunie Netz

Mit knapp 100 Mio. m3 Erdgas hat Gasunie Deutschland am 24. Januar einen Spitzenwert in der Geschichte seines Netzes verzeichnet.

Die an diesem Tag transportierte Erdgasmenge entspricht mehr als 40 % eines durchschnittlichen Tagesverbrauchs in Deutschland. Auch an den anderen Tagen dieser Woche registrierte Gasunie Höchstwerte bei den transportierten Erdgasmengen.

Torsten Schneider, Manager Network Operations bei Gasunie Deutschland: „Die importierten Gasmengen kommen derzeit hauptsächlich aus dem Westen und der Nordsee und ersetzen die aktuell stark reduzierten Importflüsse von russischem Erdgas in unser System sowie im Marktgebiet Gaspool. Ein Großteil der Gasmengen verlässt das System der Gasunie Richtung Osten, so dass von einem ausgeprägten Transport von Nordwest nach Ost gesprochen werden kann. Aufgrund der großen Flexibilität in unserem System können wir auch auf solche Marktverschiebungen reagieren, ohne dass es zu Einschränkungen für unsere Transportkunden kommt“.

Die signifikant veränderte aktuelle Aufkommenssituation bestärkt Gasunie in ihren Überlegungen zur Notwendigkeit einer Aufkommensdiversifizierung. So befindet sich das Unternehmen derzeit in Gesprächen mit der Bundesnetzagentur zur Erweiterung des Netzes am Grenzübergangspunkt Oude-Statenzijl an der deutsch-niederländischen Grenze. Der Gasversorger strebt eine stärkere Vernetzung der wichtigsten europäischen Erdgasaufkommen mit den europaweit größten Handelspunkten TTF (Niederlande) und NBP (Großbritannien) sowie dem deutschen Marktgebiet Gaspool an. Angesichts der internationalen Bedeutung des Ausbaus Oude-Statenzijl bewirbt sich Gasunie bei der Europäischen Union um die Einstufung des Projektes als Vorhaben von gemeinsamem Interesse (Project of Common Interest). (sg)