Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ist der einzige Tiefseehafen Deutschlands. Bild: © Jade-Weser-Port

Uniper und Exxon Mobil schließen Vorvertrag zur Regasifizierung

Damit kommt Uniper der Verwirklichung des FSRU-Projekts in Wilhelmshaven einen Schritt näher.

Das Energieunternehmen Uniper und der US-amerikanische Mineralölkonzern Exxon Mobil haben einen Vorvertrag über die langfristige Buchung eines erheblichen Teils der Regasifizierungskapazitäten der Floating Storage und Regasifizierungs-Einheit (FSRU-Einheit) in Wilhelmshaven abgeschlossen. In den kommenden Monaten wollen die Unternehmen die Gespräche fortsetzen um verbindliche Verträge abzuschließen.

Das geplante stationäre schwimmende LNG-Terminal am Standort Wilhelmshaven soll eine jährliche Ausspeisekapazität von 10 Mrd. Kubikmetern (cbm) und eine LNG-Speicherkapazität von rund 263.000 cbm erreichen. Aktuell ist eine Inbetriebnahme für das zweite Halbjahr 2022 geplant. Dabei profitiert das Projekt vom Standort, denn dort ist bereits die erforderliche Infrastruktur vorhanden. Uniper strebt derzeit an, mehrere langfristige Kapazitätsbucher für das Projekt zu gewinnen. Hierzu seien bereits Gespräche mit weiteren Unternehmen geführt worden, die Interesse an der Regasifizierungskapazität der Anlage bekundet haben, gab Uniper bekannt.

Vorvertrag ist ein wichtiger Schritt für das Projekt

"Dieser Vorvertrag ist ein wichtiger Schritt hin zur Verwirklichung des FSRU-Projekts in Wilhelmshaven. Die FSRU wird LNG-Unternehmen aus den USA, aber auch aus anderen Ländern die Möglichkeit bieten, LNG in den deutschen und europäischen Markt zu liefern. Dies erhöht die Versorgungssicherheit der Kunden zu wettbewerbsfähigen Preisen. Die FSRU-Technologie ermöglicht es uns, das Projekt schnell und auf die wirtschaftlichste Weise umzusetzen", erklärt Keith Martin, Chief Commercial Officer von Uniper.

Vorerst wolle Uniper aber weiter eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um die Genehmigungen für den Betrieb der Anlage zu erhalten. Zudem sollen die Aktivitäten zur Vermarktung von Kapazität fortgesetzt werden. So will das Unternehmen das Interesse weiterer Marktteilnehmer am FSRU-Projekt Wilhelmshaven wecken.

Bereits internationale Vereinbarungen geschlossen

Uniper schloss im Dezember eine Vereinbarung mit der japanischen Reederei Mitsui O.S.K. Lines (MOL) ab. Demnach wird MOL Eigentümer der FSRU und wird diese auch finanzieren und betreiben. Kürzlich hat Uniper mit der niederländischen Titan LNG eine Vereinbarung über die Entwicklung der technischen und kommerziellen Schnittstelle für sogenannte Small-Scale-LNG-Kunden geschlossen. (hol)