Blick am 12. Mai 14 auf die Schäden an der Fassade des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg (Hessen) nach einer Explosion. Die Anlage wurde nach der Dampf-Explosion heruntergefahren. Personenschaden habe es nicht gegeben, sagte der Kraftwerksleiter der Nachrichtenagentur dpa. Foto: Gregor Szypula/dpa (zu dpa "Dampf-Explosion in Kraftwerk in Hessen - Anlage abgeschaltet" vom 12.05.2014)
Bild: Gregor Szypula/dpa

Staudinger bleibt wesentlich länger abgeschaltet

Der jüngst durch einen Unfall beschädigte Block 5 des hessischen Großkraftwerks Staudinger kehrt doch erst frühestens im August ans Netz zurück.

Der "Focus" zitierte gestern (19. Mai 14) über die Deutsche Presse-Agentur einen Konzernsprecher des Betreibers Eon, der einzige bis vor kurzem noch produzierende Staudinger-Steinkohleblock 5 werde noch bis mindestens 6. August keinen Strom produzieren. Ursprünglich hatte es geheißen, er gehe Ende diesen Monats wieder ans Netz.

Am 11. Mai war aus Dampf aus einer Leitung im Kesselhaus explosionsartig ausgetreten und hatte dessen Außenwände durchschlagen. Derzeit wird dem "Focus" zufolge die Statik im Maschinen- und Kesselhaus geprüft; die Aufräum- und Sanierungsarbeiten haben begonnen. Der TÜV Süd soll Ursachenforschung betreiben.

Staudinger in Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) mit fünf Blöcken war einmal das größte konventionelle Kraftwerk Hessens. Die Blöcke 1–3 sind stillgelegt. Der gasbefeuerte Block 4 ist in die Kaltreserve überführt und in Revision. (geo)