Fessenheim 2 darf bis 2017 weiterlaufen

Die französische Atomaufsicht ANS hat den Weiterbetrieb des Atommeilers Fessenheim 2 bis 2017 unter Auflagen genehmigt.

Wie die Autorité de Sûreté Nucléaire (externer Link) gestern bekanntgab, ist die Genehmigung das Fazit der turnusmäßigen zehnjährigen Sicherheitsinspektion des Reaktorbehälters, des Gebäudes und des Primärkreislaufs, die zwischen April 2011 und März 2012 stattfand.

Die ANS machte dem Betreiber, dem französischen Staatskonzern EDF, zur Auflage, bis Ende diesen Jahres die Bodenplatte des Brennstofflagers zu verstärken und ein Notkühlungssytem zu installieren. Der Oberrheingraben, in dem Fessenheim liegt, ist Erdbeben bis zur Stärke 6 ausgesetzt. Die Auflagen ähneln jenen, die die ANS 2011 für den Block 1 gemacht hatte, berücksichtigen aber angeblich zusätzlich Erkenntnisse aus dem GAU von Fukushima.

EDF (externer Link) will nach eigener Ankündigung im Juli mit den Verstärkungsarbeiten beginnen und in der auferlegten Frist fertig werden.

Fessenheim ist seit 1976 am Netz und damit das älteste Kernkraftwerk Frankreichs. Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf zugesichert, es bis Ende 2016 zu schließen. Es liegt etwa 30 km von Freiburg entfernt. (geo)