RWE verkauft Anteil an Berliner Wasserbetrieben

Der Essener Energiekonzern RWE hat seinen Anteil von 24,95 % an den Berliner Wasserbetrieben wieder an das Land Berlin verkauft.

Der RWE-Anteil wurde rückwirkend zum 1. Januar 2012 für einen Gesamtbetrag von 658 Mio. € vom Land Berlin übernommen. Am Donnerstag hatte das Berliner Abgeordnetenhaus dem Geschäft mit den Stimmen der SPD/CDU-Koalition zugestimmt. Die Opposition hatte dagegen votiert. Auch die Kartellbehörden und der RWE-Aufsichtsrat segneten den Verkauf ab.

Ziel der Koalition ist es nach eigenen Angaben, den Einfluss auf das Unternehmen zu stärken und die Wasserpreise zu senken. Es wurde bereits entschlossen, die Kunden für 2012 um 60 Mio. € zu entlasten und die Tarife neu zu kalkulieren. Langfristig sollen die Wasserpreise um 15 % gesenkt werden. Weitere 24,95 % hält jetzt als einziger verbleibender privater Anteilseigner nur noch der französische Konzern Veolia, mit dem Berlin einen neuen Vertrag aushandeln will. (msz)