Forschungsverbund zu Power-to-Gas

Juwi, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, das Reiner Lemoine Institut, RWE und Etogas erforschen P2G.

In dem auf zweieinhalb Jahre angelegten Forschungsprojekt soll die Eignung von Power-to-Gas für eine 100%-ige Versorgung einer Modellregion aus erneuerbaren Energien untersucht werden. In den momentanen Voruntersuchungen prüfen die Projektpartner zunächst die Rahmenbedingungen für PtG in der Modellregion, welche technischen Voraussetzungen erfüllt werden müssen und in welchem Maßstab die Technik dort für die Energiewende eingesetzt werden kann. Nach einer ersten Abschätzung des PtG-Potenzials wird anschließend simuliert und optimiert, wie die Modellregion mit Hilfe von PtG vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann und welche Anforderungen sich daraus für die Anlagentechnik ergeben. Im Anschluss wird eine Versuchsanlage aufgebaut, die unter Realbedingungen – voraussichtlich in Morbach im Hunsrück – betrieben wird.

Der Forschungsverbund möchte mithilfe des Projektes darstellen, wie eine 100%-ige Versorgung aus erneuerbaren Energien konkret aussehen kann und welche Anforderungen sich an ein zukünftiges Energieversorgungssystem unter Einbeziehung der PtG-Technik ergeben. juwi ist als Projektkoordinator verantwortlich für die Konzeptionierung, Simulation und Optimierung sowie die  praktische Umsetzung und wird dabei von ZSW und ETOGAS unterstützt. Das RLI leitet die Voruntersuchung der Modellregion und die Bewertung aus wissenschaftlicher und ökonomischer Sicht, während RWE Deutschland das Konzept aus Sicht eines Netzbetreibers begleitet und bewertet. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Forschungsprojekt. (sg)