Weiher 3 in Quierscheid ist der älteste Kraftwerksstandort an der Saar.
Bild: © Steag

Steag meldet Bexbach und Weiher 3 wieder zur Stilllegung an

Die beiden Steinkohlekraftwerke sollen ab Mai 2019 vom Netz genommen werden. Es geht dabei auch um 150 Arbeitsplätze.

Die beiden saarländischen Kraftwerke Bexbach (780 MW) und Weiher 3 (724 MW) waren bereits 2016 vom Essener Energiekonzern Steag bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur vorläufigen Stilllegung angemeldet worden. Damals hatte der Übertragungsnetzbetreiber Amprion sich gegen eine Außerbetriebnahme ausgeprochen, weil eine "nicht unerhebliche Gefährdung oder Störung der Sicherheit des Energieversorgunggsystems"  zu werwarten sei. Deshalb gelten die beiden Standorte bis Ende April 2019 als systemrelevant.
Aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive für die Kraftwerke hat die Steag nun erneut einen Antrag zur vorläufigen Abschaltung bei der BNetzA eingereicht. "Das Verfahren wurde formal eingeleitet, um gesetzliche Fristen einzuhalten
und die Perspektiven für beide Standorte über das Jahr 2019 hinaus auszuloten", heißt es in der Pressemitteilung der Steag.

Auf Antrag von Amprion muss die Aufsichtsbehörde jetzt festlegen, ob über die bisher festgelegte Zeitspanne von zwei Jahren hinaus Systemrelevanz vorliegt – oder ob die beiden Steinkohlekraftwerke ab Mai kommenden Jahres vorläufig vom Netz genommen werden.
Von der Entschedung sind über 150 Mitarbeiter an den beiden Standorten betroffen. (hoe)