Helma bietet ein energieautarkes Haus an, das vor allem über Photovoltaik gespeist wird. Bild: Helma

Einspeisevergütung für PV-Anlagen sinkt um 2,2 %

Bundesnetzagentur veröffentlicht offizielle Zahlen zum Zubau der Photovoltaik im vergangenen Jahr.

"Insgesamt erfolgte im vergangenen Jahr ein Zubau an Photovoltaik-Anlagen
mit einer installierten Leistung von 7,6 GW. Dies stellt erneut einen
Rekordwert dar", betonte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
"Obwohl sich der Zubau zum Jahresende etwas abgeschwächt hat, wurde der
gesetzlich vorgesehene Zubaukorridor, an dem sich die Vergütung des
Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst, im maßgeblichen Zeitraum wieder
deutlich überschritten."

Die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) werden im
Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. April 2013 jeweils zum Monatsersten
um 2,2 % sinken. Dies hat die Bundesnetzagentur heute bekannt
gegeben. 

Die Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem Erneuerbare Energien
Gesetz (EEG) wird monatlich automatisch angepasst. Hierbei ist eine
konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 1 %
vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich
der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2500–3500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe
der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen
zu einer geringeren Absenkung bzw. Beibehaltung der Vergütung.

Der Bundesverband Solarwirtschaft geht für die Zukunft aufgrund der starken Absenkung der Einspeisevergütung von einer Abkühlung der Nachfrage aus. Dafür spreche die rückläufige Marktentwicklung der vergangenen Monate. So lag die Nachfrage im vierten Quartal 2012 rd. 65 % unter der des Vorjahreszeitraums. Die deutliche Kürzung der Solarförderung ab Sommer 2012 zeige offensichtlich Wirkung. Nach Auslaufen der letzten Übergangsfristen für große Solarkraftwerke zum 30.9.12 wurden wie erwartet spürbar weniger Solaranlagen installiert.

Für Hauseigentümer und Gewerbebetriebe sind Photovoltaik-Anlagen trotz der Kürzungen weiterhin interessant, weil der Eigenverbrauch von Solarstrom immer attraktiver wird, so der Bundesverband für Solarwirtschaft. Die Erzeugungskosten von Solarstrom lägen aktuell je nach Anlagengröße nur noch bei 15–18 ct/kWh. (al)