Oberbürgermeister Dr. Würzner (4.v.r.) beim Einweihungsfest mit der Geschäftsführung der Stadtwerke Heidelberg (2.-6.v.l.), der Betriebsratsvorsitzenden (5.v.r.), dem Projektleiter für den Bau der Anlage (ganz links) sowie Mitgliedern des Gemeinderates (1.-3.v.r.). Bild: Stadtwerke Heidelberg GmbH

Heidelberg weiht größtes Solarkraftwerk ein

Die Stadtwerke Heidelberg haben gestern (29. April) ihre größte Solaranlage auf einer ehemaligen Deponie offiziell in Betrieb genommen.

Anwesend waren u. a. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg und Peter Erb, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt GmbH. Das Solarkraftwerk an der Grenze zu Oftersheim ist die momentan größte Anlage der Stadtwerke Heidelberg und die zweitgrößte in ganz Heidelberg. „Die Solaranlage bringt uns unserem Ziel, bis zum Jahr 2050 eine klimaneutrale Kommune zu werden, wieder ein Stück näher", so Würzner. Irmscher ergänzt: „Mit unserer Energiekonzeption 2020 ermöglichen wir es, dass wir schon ab 2017 nur noch atomkraftfreien Strom liefern. Dafür steigen wir verstärkt in die Eigenerzeugung ein.”

Das neue Kraftwerk bedeckt eine Fläche von drei Fußballfeldern und besteht aus insgesamt 4464 Solarmodulen. Es produziert voraussichtlich 1,1 GWh/a Strom. Die Reduktion der CO2-Emissionen beträgt jährlich etwa 566 t. Seit 12. April ist die Anlage am Stromnetz der EnBW. Sie ist aus Mitteln des Stromproduktes „Heidelberg green” kofinanziert. Bezieher des Tarifs zahlen einen frei wählbaren Aufpreis zwischen 1 und 4 ct/kWh für die Errichtung regenerativer Anlagen.

Die Stadtwerke Heidelberg verfolgen beim Ausbau ihres Solarportfolios die Strategie, Flächen mit einer Solaranlage einer zweiten Nutzung zuzuführen. Geplant ist u. a. eine neue Anlage auf dem Umspannwerk der Stadtwerke sowie auf dem Dach und der Fassade des in Bau befindlichen Holz-Heizkraftwerks. Zudem prüfen die Stadtwerke die Nutzung der Geothermie und planen den Bau eines Gas-Heizkraftwerks. (msz)