Der gesamte Trianel-Windpark bei der ostfriesischen Insel Borkum mit 40 Areva-Anlagen produziert seit Juli 15 Strom. Bild: Trianel

Trianels Offshore-Windpark voll am Netz

Die Entscheidung für den zweiten Bauabschnitt von weiteren 200 MW wird im kommenden Jahr erwartet.

Der Trianel Windpark Borkum ist am Netz und produziert mit 40 Anlagen vom Typ Areva Wind M5000 Strom. Der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas mit einer Leistung von 200 MW liegt rd. 45 km vor der Küste der Nordseeinsel Borkum.

Der Bau des Windparks startete im September 2011 mit der Errichtung der Tripod-Fundamente. "Wir haben damals Neuland betreten und sind heute stolz, gemeinsam mit unseren Gesellschaftern, Lieferanten und Mitarbeitern dieses Pionierprojekt vollendet zu haben", so Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. Sorge bereitete lange die Netzanbindung. Der Übertragungsnetzbetreiber hatte die Netzanbindung immer wieder verschoben und so den geplanten Bauablauf durcheinander gebracht. "Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der letzten Anlage sind wir nun im Probebetrieb. Im August werden die Anlagen in den Regelbetrieb überführt", so Horstick.

Mit der Fertigstellung der ersten Ausbaustufe des Trianel Windparks Borkum sind auch schon wesentliche Voraussetzungen für die zweite Ausbaustufe geschaffen worden. Da das Investoreninteresse groß ist, rechnet Horstick 2016 mit der Entscheidung über die zweite Ausbaustufe mit weiteren 200 MW.

Die technische Betriebsführung des Trianel Windparks Borkum erfolgt von Land aus. Der Windpark und das Umspannwerk werden aus dem Betriebsbüro in Emden überwacht und gesteuert. Der Windpark wird pro Jahr auf Basis der erwarteten 4000 Volllaststunden über 800 Mio. kWh produzieren. An dem Offshore-Windpark mit einer Gesamtinvestitionssumme von einer Milliarde Euro sind 33 Stadtwerke und Regionalversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie Trianel beteiligt. (al)