Lediglich 0,86 Prozent der Fläche

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung evaluiert das Windkraftpotenzial in Bayern.

Über eine Länderöffnungsklausel soll künftig den Bundesländern vorbehalten werden, über den Abstand von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung zu entscheiden. Nun hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung das Windkraftpotenzial in Bayern evaluiert, sollte es zu der von Ministerpräsident Horst Seehofer ins Spiel gebrachten 10-H-Regelung kommen (Abstand = Zehnfache Höhe der Anlage). Das Ergebnis des Bundesinstituts ist ernüchternd. So kommen lediglich 0,86 % der Fläche Bayerns künftig in Frage, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Und davon seien noch viele Flächen Waldflächen.

Windkraftbefürworter sehen nun eine Vollbremsung des Ausbaus der Windenergie in Bayern kommen. Wegen dieser zu erwartenden drastischen Einschnitte laufen nun sonst unübliche Kooperationen wie eine Allianz aus BWE (Bundesverband Windenergie), BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) und VDMA (Fachverband Power Systems im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) Sturm gegen eigene Abstandsklauseln in den Bundesländern. (al)