Die Areva 5000-116 ist eine Maschine für den Offshore-Einsatz. Bild: AREVA

Windenergie aus Bremerhaven für Mittelfranken

Zwei mittelfränkische Energieversorger investieren in eine Prototyp-Anlage.

Der Fürther Energiedienstleister Infra - vormals Stadtwerke Fürth- und die Herzo Werke aus Herzogenaurach werden bald Windstrom aus dem Norden für ihre Kunden in den Nordwesten Bayerns importieren. Im Rahmen einer Kooperation mit Areva beteiligen sie sich an dem Prototypen der Areva Windkraftanlage M5000-135 in Bremerhaven. Ein entsprechender Vertrag wurde Ende Juli unterzeichnet.

Die bewährte M5000-Technologie soll für den künftigen Einsatz in Offshore-Windparks weiter entwickelt werden. Dazu überprüfen die Techniker und Ingenieure von Areva zunächst das Verhalten der neuen Anlage an Land, genau genommen in der Nähe der A27 in Bremerhaven. Ziel ist letztendlich die Zertifizierung des neuen Anlagentypen für den späteren Betrieb im Meer. Während dieser Testphase produziert das Windrad bereits 5 MW Strom. Die beiden kommunalen Versorger aus dem Nordwesten Bayerns übernehmen die Anlage voraussichtlich im September 2013 schlüsselfertig, wobei Areva einen Anteil von 15 % behalten will.

Die Areva-Anlagen vom Typ M5000 erzeugen bereits seit 2009 im ersten deutschen Hochsee-Windpark Alpha Ventus Strom. Der erste Prototyp ist sogar schon seit 2004 in Betrieb. Insgesamt hat die Areva mehr als 100 Windturbinen für den Einsatz auf hoher See konzipiert. So bestücken Areva-Anlagen ebenso den Trianel Windpark Borkum und den Windpark Global Tech 1. Die M5000-135 ist eine Weiterentwicklung der M5000-116. Die 135er Turbine hat mit 135 m einen größeren Rotordurchmesser und generiert deshalb mehr Strom. (msz)