Co2online hat im Stromspiegel das immense Sparpotenzial von Privathaushalten offengelegt.
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Stromspiegel: 9 Mrd. Euro unnötige Kosten bei Privathaushalten

Die deutschen Privathaushalte verschwenden jedes Jahr so viel CO2 wie ein Braunkohlekraftwerk. Dabei ist es einfach, Einsparpotenziale zu berechnen.

Der Stromverbrauch privater Haushalte stagniert, zeigt der Stromspiegel der gemeinnützigen "co2online GmbH". Im Schnitt könnten die 226.000 ausgewerteten Haushalte jährlich rund 230 Euro Stromkosten sparen. Das bedeutet: Hochgerechnet auf ganz Deutschland verschwenden private Haushalte jährlich 9 Mrd. Euro und sind für unnötige Emissionen von fast 18 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Damit seien, so "co2online", die Ziele für Energiewende und Klimaschutz in Gefahr.

Konkret heißt das, dass ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus jährlich bis zu 1.000 kWh Strom und somit 540 Kilogramm CO2 sowie über 100 Euro sparen könnte.

Verbraucher können Beitrag leisten

Ein Vergleich macht das Ausmaß der Verschwendung deutlich:  Die vermeidbaren CO2-Emissionen entsprechen etwa denen des Braunkohlekraftwerks Weisweiler, das zu den fünf klimaschädlichsten Kraftwerken in Europa zählt.

"Der neue Stromspiegel zeigt, dass Verbraucher mit Stromsparen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten können", sagt Projektleiter Boris Demrovski. "Damit die Energiewende in den eigenen vier Wänden gelingt, muss man sein Sparpotenzial kennen. Wie hoch es ist, kann jeder Haushalt ausrechnen.“

Sparpotenzial einfach berechnen

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist Partner der Initiative Stromspiegel. Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: "Verbraucher können durch Effizienzmaßnahmen viel bewirken. Der neue Stromspiegel verschafft Mietern und Hauseigentürmern schnell einen Überblick über den individuellen Stromverbrauch und Sparpotenziale. Denn wer seinen Stromverbrauch kennt, kann energiesparend und damit auch ressourcenschonend und umweltgerecht agieren."

Verbraucher können ihr persönliches Sparpotenzial mit einem interaktiven Online-Rechner auf www.stromspiegel.de ermitteln. Haushalte, die durch den Stromspiegel feststellen, dass ihr Verbrauch im Vergleich zu hoch ist, können Rat bei kommunalen Energieversorger einholen, so der VKU. (hol)