Probebohrung der Bayerngas in Beeskow

Die Bayerngas vermutet größere Erdgas-Vorkommen im brandenburgischen Beeskow. Bestätigungsbohrungen sind für 2014 geplant.

Die Bayerngas GmbH möchte Erdgas im brandenburgischen Beeskow gewinnen. Der Beeskower Bürgermeister Frank Steffen hat deshalb ein Begleitgremium aus Vertretern der regionalen Wasserwirtschaft, der Unteren Naturschutzbehörde und der Kommunalpolitik zum Vorhaben Erdgassuche in der Lizenz Reudnitz initiiert. Der Begleitausschuss wurde nun von der Bayerngas über den genauen Standort für die für Anfang 2014 festgesetzte Bestätigungsbohrung informiert. Der Bohrplatz befindet sich ca. drei Kilometer östlich von Beeskow im Gemeindegebiet Schneeberg und wird landwirtschaftlich genutzt. Für das Gasunternehmen ergeben sich zugleich mehrere Vorteile: der Bohrstandort ist weit weg von Naturschutzgebieten und Bebauungen, gleichzeitig kann die Zufahrt über befestigte Wege unter Umgehung von Wohngebieten erfolgen.

Auf Wunsch des Grundstückeigentümers hat die Bayerngas vertraglich bestätigt, dass das Ziel die Erkundung einer klassischen, konventionellen Erdgaslagerstätte sei. Auch auf der Bilanzpressekonferenz am 18. Juli 2013 hat Günter Bauer, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH, deutlich gemacht, dass sich das Unternehmen nicht an der Förderung aus unkonventionellen Erdgaslagerstätten beteiligen würde.

Die Errichtung des Bohrplatzes soll im vierten Quartal 2013 erfolgen. Insgesamt wird für die Vorbereitung und Durchführung der Bohrung ein Zeitfenster von 4-6 Monaten angesetzt, wobei acht Wochen für das Bohren und Testen eingeplant sind. Der Bohrturm werde ausschließlich in der Bohr- und Testphase sichtbar sein. Nach Beendigung der Erkundungs- und Förderaktivitäten will die Bayerngas das Untersuchungsgebiet renaturieren und wieder ihrem ursprünglichen Nutzungszweck zur Verfügung stellen.

Im Falle einer Erschließung der Erdgaslagerstätte plant das Münchener Unternehmen viel Geld in die Region zu investieren. Bereits im Februar/März wurden seismische Untersuchungen in der Region durchgeführt, die auf große Akzeptanz von Grundstückseigentümern und -pächtern trafen. (msz)