Da ist viel Öko drin: Das Hamburg Institut hat in einer Studie festgehalten, wie der Markt für Ökostrom selbsttragend werden kann. Bild: © SWU

Blackout in Lübeck durch menschliches Versagen

Ein Techniker hatte eine Situation im Umspannwerk falsch eingeschätzt und dadurch die Stadt für vier Stunden von der Stromversorgung abgeschnitten. Dies ergab eine gutachterliche Analyse.

Am 16. Mai fiel in der Hansestadt Lübeck rund vier Stunden der Strom aus. Durch eine Fehlschaltung wurde ein Sammelschiene im Umspannwerk beschädigt und es kam zu einem Spannungseinbruch im 110 000-Volt-Netz, hieß es zuerst. Nun haben die Stadtwerke das Gutachten zur Blackout-Ursache öffentlich gemacht. Ein Mitarbeiter der Netz Lübeck – einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Lübeck – hatte eine Situation falsch eingeschätzt und für einen Kurzschluss gesorgt, berichteten die Stadtwerke Lübeck. Nach einem technischen Defekt im Umspannwerk Stockelsdorf, das Lübeck mit Strom versorgt, wollte er einen beschädigten Schalter reparieren. "Dabei hat er den Zustand des Schalters falsch eingeschätzt", so die Stadtwerke. Infolgedessen kam es zum Kurzschluss und dem Ausfall der Mittelspannungsebene.

Durch den Stromausfall fielen in der Hansestadt sämtliche Ampeln aus. Die meisten Geschäfte in der Innenstadt schlossen zudem. (al)