Bayern: Auch in 10 Jahren noch konventionelle Kraftwerke

Der VBEW hat den Verlauf von Stromnachfrage und regenerativer Stromerzeugung für 2021 untersucht.

Die Auswertung des Szenarios kommt zu dem Ergebnis, dass eine sichere Stromversorgung auch auf lange Sicht nicht auf konventionelle Kraftwerke, wie Gaskraftwerke, verzichten kann. "Während im Jahr 2021 die Stromnachfrage in Bayern von April bis Oktober, wenn die Sonne scheint und der Wind weht, überwiegend durch Wasserkraft-, Biomasse-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen gedeckt werden kann, werden die erneuerbaren Energien in den sonnenarmen Monaten des Jahres auch in zehn Jahren nicht ausreichend zur Verfügung stehen", fasst Norbert Breidenbach, Vorsitzender des Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) die Ergebnisse zusammen. 

Ein wichtiger Baustein beim Umbau der Energieversorgung sei zudem Erdgas, mit dem das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenstrom flexibel ausgeglichen werden könnte. Allerdings müssten sich die Investitionen in Erdgaskraftwerke für die Anlagenbetreiber auch betriebswirtschaftlich rechnen. Dies sei durch den Einspeisevorrang der Erneuerbaren derzeit nicht gewährleistet, so Breidenbach. (sg)