Weniger Flächen für Windkraft in Rhein-Main-Gebiet

Weniger als 1 % der Fläche im Rhein-Main-Gebiet kann mit Windkraftanlagen bebaut werden. Damit liegt man deutlich unter den Vorgaben des Energiegipfels.

Laut Regionalverband stehen im Rhein-Main-Gebiet deutlich weniger Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung als bislang angenommen. So seien die Windvorrangflächen im Landesentwicklungsplan (LEP) um zwei Punkte auf 0,94 % geschrumpft. Bereits jetzt umfasse das Gebiet nur noch 2320 ha, aus Rücksicht auf den Flugverkehr werde es aber wohl noch kleiner werden vermutet "hr-text". Die Frankfurter Rundschau spricht bereits nur noch von 0,88 % der Fläche des Regionalverbandes, auf der Windkraftanlagen entstehen könnten. Damit bleibe man deutlich unter der 2%-Zielmarke des Energiegipfels. Die Kreise Offenbach, Frankfurt und Hanau bleiben sogar ganz frei von Windrädern. "In nur noch 22 von unseren 75 Mitgliedskommunen ist jetzt die Aufstellung von Windrädern möglich", zitiert die Frankfurter Rundschau die erste Beigeordnete des Regionalverbands und für die Planung zuständige Dezernentin Birgit Simon (Grüne).

Für den Flächenschwund sind vor allem zwei Vorgaben im LEP verantwortlich. So sehe dieser eine Windgeschwindigkeit von mindestens 5,75 m/s in einer Höhe von 140 m vor, während der Regionalverband noch von 5,5 m/s ausgegangen war. Auch plante der Regionalverband mit einem Abstand von 750 m zu Siedlungen, im LEP wurde der Abstand zur Wohnbebauung jetzt auf 1000 m angehoben. (msz)