Bild: Stadtwerke Stuttgart

Green City Energy fordert Speichervergütung

Der Solarstrom belastet die Netze. Green City Energy hat ein Anreizsystem zur Vergütung entsprechender Speicherleistungen entworfen.

Gerade wenn mittags in Deutschland flächendeckend die Sonne scheint, stellt das Überangebot an Solarstrom eine Herausforderung für die Netzsystembetreiber dar. Green City Energy, 100 %ige Tochter der Münchener Umweltschutzorganisation Green City e. V., fordert deshalb eine Speichervergütung für leistungsoptimierte Solaranlagen. Dazu hat das Unternehmen ein einfaches Vergütungsprinzip für den gespeicherten Strom entwickelt. Der Vorschlag soll in den kommenden politischen Diskurs zur Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) einfließen. Die Förderung dezentraler Speicher sei sowohl bezahlbar als auch sinnvoll. Nur so könne eine bürgernahe, vor Ort verankerte Energiewende gelingen. Alhard von Nordenskjöld, Leiter technische Innovation bei Green City Energy, bringt die Forderung auf den Punkt: "Baut Speicher, nicht Netze!", so seine Botschaft.

Das Vergütungsprinzip: Um Solarstrom künftig zu reduzieren, sollten Solarstromanlagen nur noch bis zu maximal 30 % ihrer Modulnennleistung auf Basis der jeweiligen EEG-Vergütung einspeisen dürfen. Der darüber hinaus produzierte Strom müsse dann vor Ort verbraucht oder gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt ins Netz eingespeist werden. Die Speichervergütung soll zusätzlich zur Basisvergütung nach EEG über einen Zeitraum von 10 Jahren gewährt werden, jährliche Degradierung eingeschlossen. Über einen Einspeisezähler werde automatisch nachweisbar, wenn Bestandsanlagen in den Speichermodus wechselten. Anlagen größer 100 kW Einspeiseleistung sollten auch für die Regelenergiebereitstellung zur Verfügung stehen.

Der Nutzen: Durch Speicher werden beispielsweise Netzausbaukosten eingespart, Netzregelkosten reduziert, Netzkapazitäten freigesetzt, die EEG-Umlage durch mehr Eigenverbrauch entlastet, fossile Brennstoffimporte reduziert und gleichzeitig der Stromexport von subventioniertem Strom vermieden.

Weitere Informationen zur Speichervergütung gibt es auf der Website von Green City Energy unter www.greencity-energy.de/speicher. (msz)