In Holland hat die BayWa r.e. jüngst eine der größten europäischen Agrar-PV-Anlagen installiert. Darunter wachsen Himbeeren.
Bild: © BayWa r.e.

BayWa r.e. treibt Agrar-PV voran

Der Erneuerbaren-Projektierer hat fünf Projekte in den Niederlanden realisiert, die Landwirtschaft und Solarfarming optimal miteinander verbinden sollen.

In den Niederlanden hat die BayWa r.e. nun eines der größten Agrar-PV-Projekte Europas fertiggestellt – vier weitere Pilotprojekte sind bereits in Planung. Hier soll erprobt werden, wie Solar-Ernte und der Anbau verschiedener Beerensorten erfolgreich miteinander kombiniert werden können.

Auf dem Obsthof Piet Albers in Babberich wurden 2,7 MWp auf 3,2 Hektar Himbeeranbaufläche installiert. Die gut 10.000 Solarmodule können rein rechnerisch Strom für 1250 Haushalte erzeugen. Umgekehrt werden die Pflanzen vor extremen Wettereinflüssen wie Starkregen, Hagel oder Hitze geschützt.

Semitransparente Module

Im Vergleich zu den herkömmlichen Schutzfolien aus Plastik sind die PV-Module deutlich robuster und langlebiger. So müssen die Folientunnel etwa alle sechs Jahre ersetzt werden.

Damit sich Solarfarming und Landwirtschaft so gut kombinieren lassen, hat die BayWa jedoch einen eigenen Modultyp entwickelt, der durch seine Semitransparenz ausreichend Licht für die Pflanzen durchlässt.

Weitere Projekte geplant

In vier weiteren Pilotprojekten, die der Münchner Projektrierer derzeit plant, soll nun die Kombination von Agrar-PV und dem Anbau weiterer Beeren, wie Brom-, Erd-, oder Blaubeeren untersucht werden. Dabei soll das Mikroklima unter den Solarmodulen mithilfe von Sensoren untersucht und die Früchte und Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden.

Letztlich sollen die Agrar-PV-Projekte von BayWa r.e. durch Forschung und Monitoring nicht nur den Einsatz von Solarmodulen bei Nutzpflanzen fördern, sondern auch zeigen, dass die Qualität der Früchte verbessert und Produktionskosten gesenkt werden können, heißt es vom Unternehmen selbst. (ls)