Weitere Anträge fürs Fracking

Insgesamt liegen der schleswig-holsteinischen Landesbehörde 23 Anträge vor.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld als Bergbehörde Schleswig-Holsteins prüft derzeit fünf weitere Konzessionsanträge zur Aufsuchung von Erdgas und anderen Kohlenwasserstoffen, berichtet das Umweltministerium Schleswig-Holsteins. Es handelt sich um vier bergrechtliche Anträge und einen bereits früher eingegangenen Antrag, der vom Antragsteller verändert wurde.

Vier der Antragsfelder liegen im Nordosten und eins im östlichen Teil von Schleswig-Holstein. Die genaue Lage und Abmessung der einzelnen Felder darf nur mit dem Einverständnis der beantragenden Firmen oder nach Erteilung der Erlaubnis oder Bewilligung veröffentlicht werden.

Bei Aufsuchungserlaubnissen und Bewilligungen handelt es sich lediglich um das Abstecken von Gebieten, um Konkurrenten auszuschließen. Es sind damit keinerlei Eingriffe in den Boden wie Bohrungen oder Frack-Maßnahmen erlaubt. Solche müssen gesondert im Rahmen eines Betriebsplanverfahrens beantragt und genehmigt werden.

Mit den neuen Anträgen und dem modifizierten Antrag liegen dem Landesbergamt bis zum heutigen Datum insgesamt 23 Anträge auf Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen vor, so das Umweltministerium. Zwölf Anträge werden derzeit noch geprüft. Bereits genehmigt wurden sieben Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen, vier wurden negativ beschieden. Alle Aufsuchungs- und Bewilligungsfelder in Schleswig-Holstein, die bereits beschieden oder von den Firmen bekanntgeben wurden, sind in einer Karte auf der Homepage des Ministeriums eingezeichnet. Hintergrundinformationen rund um das Thema Bergrechtliche Genehmigungen sowie zum Vorgehen der Landesregierung gegen Fracking finden Sie auch unter www.energiewende.schleswig-holstein.de sowie auf der Homepage des Ministeriums. (al)