Raumordnungsverfahren für Speicherkraftwerk abgeschlossen

Das Raumordnungsverfahren zur Stromnetzanbindung des Trianel Wasserspeicherkraftwerks Nethe wurde positiv abgeschlossen.

Dies sei der überaus konstruktiven Zusammenarbeit mit den Standortkommunen, den Bürgern und der hervorragenden Verfahrensführung der Bezirksregierung Detmold zu verdanken. So erklärt der technische Projektleiter, Dr. Christoph Schöpfer: „Deutschlandweit ist mir in den vergangenen 30 Jahren kein Verfahren bekannt, dass in vergleichbarer Geschwindigkeit und Qualität durchgeführt wurde." Vor allem die parteiübergreifende Zustimmung auf allen politischen Ebenen vom Stadtteil bis zum Regionalrat sei etwas Besonderes gewesen. Das Raumordnungsverfahren habe erst im Juli diesen Jahres begonnen und sei nun bereits abgeschlossen.

Das Wasserspeicherkraftwerk Nethe wird auf dem Gebiet der Stadt Beverungen im Stadtteil Amelunxen und auf dem Gebiet der Stadt Höxter bei Bosseborn entstehen. Das Bosseborner Oberbecken und das Amelunxer Unterbecken sollen durch unterirdische Stollen miteinander verbunden werden. Die Netzanbindung ist als 16 km langes 110-kV-Erdkabel geplant. Verbände, Bürger und Vereine hatten sich in ihren Stellungnahmen für eine Erdverkabelung ausgesprochen. Trianel hatte eine solche in den Planunterlagen als eine Variante vorgeschlagen. Mit einer Leistung von 390 MW soll das Kraftwerk rechnerisch in der Lage sein, sechs Stunden lang 800.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Neben der Stromspeicherung wird das Kraftwerk Regelenergie bereit stellen, um das Stromnetz stabil zu halten. Deutschlandweit plant Trianel drei Wasserspeicherkraftwerke: an der Nethe, in der Eifel und im Thüringer Wald. (msz)