Bayern: Photovoltaik-Anteil von 30 %

Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) bemängelt die momentane Energiewende, die eher eine Stromwende sei.

Bei dem Umstieg auf erneuerbare Energien gehe vor allem die Stromerzeugung voran, bilanzierte der Vorsitzende des VBEW Norbert Breidenbach. Spitzenreiter der eingesetzten Technologien sei in Bayern die Wasserkraft mit 11,4 Mrd. kWh, danach folge die Sonnenenergie mit 7,4 Mrd. kWh und Biomasse mit 6,4 Mrd. kWh.

 

Nach Berechnungen des VBEW habe dabei die Photovoltaik den größten Sprung gemacht, indem sie 2011 rd. 30 % des bayerischen Stromverbrauchs deckte. Die Windkraft trage hingegen mit rd. 1 Mrd. kWh bisher am wenigsten zu dem 2011 rd. 26 Mrd. kWh regenerativ erzeugten Gesamtstrom in Bayern bei. Biomasse spiele im Wärmebereich eine wichtige Rolle. Allerdings sei ihre Rentabilität nicht gegeben, wenn die Biomasse zu Bio-Erdgas aufbereitet und in Heizgaskraftwerken befeuert werde, da hohe Betriebskosten und der Einspeisevorrang der Stromerzeugung dies verhindern würden.

 

In Deutschland werde im Durchschnitt für Heizung und Warmwasser über 55 % und für Autos rd. 34 % der Energie benötigt, während der Stromanteil am Endenergieverbrauch eines Privathaushaltes in Deutschland gerade bei 10 % liege, so der BDEW. Wichtig sei auch, dass die privaten Energieerzeuger in die Verantwortung für das Gesamtsystem eingebunden werden müssen, sagte Breidenbach hinsichtlich der steigenden Anzahl von Energieerzeugern. (sg)