Gabriel: PV-Ausschreibungen voller Erfolg

Der Bundeswirtschaftsminister ist zufrieden mit dem Verlauf der Pilotausschreibungen. Sie soll nun auf alle Erneuerbaren übertragen werden.

Die Wettbewerbsintensität in allen drei Ausschreibungsrunden für Photovoltaik(PV)-Freiflächenanlagen sei hoch gewesen, das Preisniveau für die Förderung sank von Runde zu Runde, so das Fazit des Erfahrungsberichts zu den Pilotausschreibungen vom Bundeswirtschaftsministerium. Demnach haben sich viele verschiedene Akteure beteiligt, auch kleine Bieter und Projekte hätten Zuschläge erhalten. Das Instrument der Ausschreibungen funktioniere demnach gut.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will daher die Förderung für die anderen erneuerbaren Energien grundsätzlich auf Ausschreibungen umstellen. Der Bericht empfiehlt aber, die Ausschreibungsregeln für Freiflächenanlagen nicht 1:1 auf andere Erneuerbare zu übertragen. Ausschreibungen im Bereich der regenerativen Energien funktionieren, "wenn die Ausschreibungsregeln optimal auf die Charakteristik der teilnehmenden Branche und des Marktsegments angepasst werden", heißt es dort.

Insgesamt fanden 2015 drei Ausschreibungsrunden für PV-Freiflächenanlagen mit einem Gesamtvolumen von 500 MW statt. Die Gebotsmenge war jeweils deutlich überzeichnet. Das Preisniveau sank von Runde zu Runde: Zuerst auf 9,17 ct/kWh, dann auf 8,49 ct/kWh und letztlich auf 8,00 ct/kWh. Der jeweilige Zuschlagswert lag laut Bericht deutlich unter dem jeweiligen Höchstpreis und in der Regel niedriger als die staatlich festgelegte Förderhöhe nach dem EEG 2014. Spätestens ab 2017 soll die Förderhöhe für Strom aus Erneuerbaren über Ausschreibungen wettbewerblich ermittelt werden.

Der Bericht kann auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums abgerufen werden. (sg)