Offshore-Windparks fördern Artenvielfalt

Die neuen Windparks hielten Schleppnetzfischer fern und böten als künstliche Riffe Wohnraum für viele Arten, sagt eine BSH-Studie.

Eine Studie des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) belegt: Meeres-Windparks kommen der Artenvielfalt zugute. So bildeten die Fundamente der Windräder "künstliche Riffe". Diese gäben Muscheln, Seesternen, Seeanemonen, Seelilien und Fischen wie Makrele und Seebull ein neues Zuhause. Auch sei die viel diskutierte Gefahr der Seevögel-Kollisionen viel geringer als befürchtet. 

Bei Umweltschützern stößt die Untersuchung hingegen auf harsche Kritik: So schätzt der NABU die Schlussfolgerungen als verfrüht ein. Auch hätten die künstlichen Riffe dort überhaupt nichts zu suchen. Um die Riffe könnten sich Tierarten ansiedeln, die dort überhaupt nicht hin gehörten. Auch gäbe es durchaus Vogelarten, die den Windmühlen nicht auswichen. (msz)