Großkonzern macht bei Energiegenossenschaft mit

RWE ist Gründungsmitglied einer Energiegenossenschaft, die in Photovoltaik(PV)- und Windkraftanlagen investieren soll.

"Damit baut RWE sein Engagement für mehr Bürgerbeteiligung und den Umbau der Energiewirtschaft weiter aus", sagte RWE-Deutschland-Chef Arndt Neuhaus gestern der Presse. Dies sei u. a. eine Konsequenz aus einer Auftragsstudie im Zusammenhang mit der Errichtung einer großen PV-Anlage gemeinsam mit der Stadt Kerpen bei Köln, der zufolge die Bürger bei Planung und Bau von Großprojekten mitentscheiden möchten.

Die Genossenschaft heißt "Die Bürgerenergie eG" und hat ihren Sitz wie die RWE Effizienz GmbH in Dortmund. Sie soll als erstes je eine PV-Anlage in Trier, Siegen und Saffig (Kreis Mayen-Koblenz) mit zusammen 150 kWp Leistung für 250 000 € erwerben. Die Trierer Anlage steht auf dem RWE-Aus- und Weiterbildungszentrum. Weitere Beteiligungen, auch an Windparks, sind geplant. Die Mindesteinlage beträgt 50 €, als Kapitalrendite werden 3 % angestrebt. In eingetragenen Genossenschaften hat jedes Mitglied nur eine Stimme, ungeachtet der Zahl seiner Anteile. (geo)