Altmaier plädiert für neue Kohlekraftwerke

Der neue Umweltminister sprach sich bei einem Interview mit "Der Zeit" für den Neubau von Kohle- und Gaskraftwerken aus.

Peter Altmaier erläuterte gegenüber der Zeit sein Szenario für 2020: Demnach seien 35 % erneuerbare Energien im Stromsektor kein Problem. Es fehlten aber noch 65 % konventionelle Energien. "Und da meine ich, dass es Sinn macht, alte umweltschädliche Braun- und Steinkohlekraftwerke durch moderne effiziente Kohle- und Gaskraftwerke zu ersetzen“, so der Umweltminister.

 

Neue Kohlekraftwerke sind umstritten, da die CO2-Emissionen den Klimawandel beschleunigen. Zudem haben Versorger in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte gekippt – zuletzt Südweststrom das Projekt Brunsbüttel.

 

Kritik kam von Seiten der Grünen: "In den ersten zwei Monaten seiner Tätigkeit als Bundesumweltminister hat Peter Altmaier offensichtlich doch noch nicht allzu viel über Energiepolitik gelernt", so der energiepolitische Sprecher Oliver Krischer. Eine erfolgreiche Energiewende benötige keine neuen Kohlekraftwerke. Das wolle nicht einmal die Energiewirtschaft selbst, die sich längst von der Kohle verabschiedet habe wie das Beispiel Brunsbüttel zeige. "Statt subventionierte Kohlekraftwerke brauchen wir Kapazitätsmärkte, die Maßnahmen zur Lastverschiebung sowie den Bau von Speichern, dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und hochflexibler Gaskraftwerke ermöglichen", so Krischer. (al)

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