Brunsbüttel soll Offshore-Hafen bekommen

Für 60 Mio. € soll in Brunsbüttel ein Stützpunkt zur Montage und Verladung von Bauteilen für Offshore-Parks parallel zur Elbe entstehen.

Die Regierung von Schleswig-Holstein hat den Ausbau des Brunsbüttler Hafens  genehmigt, berichten Regionalzeitungen dieser Tage. Geplant ist, parallel zur Elbe ein 600 m langes Vielzweck-Pier mit dreieinhalb Schiffsliegeplätzen zu bauen. "Mit dem Multi-Purpose-Pier in Brunsbüttel kann Schleswig-Holstein der Windindustrie dann endlich einen geeigneten Kai oder Hafen anbieten", sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD).

Das Land wird den Großteil der Investition übernehmen, etwa 80–90 % so Meyer. Dies entspricht insgesamt 48–54 Mio. €. Der Bauherr des Projekts wird die kommunale Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (Egeb) sein, die den Rest der Summe finanziert. Die Egeb gehört zu gleichen Teilen der Stadt Brunsbüttel sowie den Kreisen Dithmarschen und Steinburg.

Konkret habe die Landesregierung bisher nur die Beteiligung an einem ersten Bauabschnitt abgesegnet. Bei diesem soll bis 2017 für 33 Mio € auf 200 m der erste Liegeplatz entstehen. Ab 2019 sollen die weiteren 400 m Pier folgen. Mit dem Offshore-Hafen wolle man jetzt den Abstand zu Niedersachsen und Bremen, die bereits Offshore-Häfen unterhalten, wieder aufholen, so Meyer. (sg)