Die Netzanbindung BorWin3 wurde nach dem Problelauf dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet übergeben.
Bild: © Tennet

Offshore-Netzanbindung vor Borkum an Tennet übergeben

Nach einem mehrwöchigen Probebetrieb gab es nun grünes Licht für die Übergabe der zwei Offshore-Windparks vor Borkum.

Die Netzanbindung der zwei Windparks unter dem Projektnamen "BorWin3" konnte nach einem mehrwöchigen Probebetrieb von dem Generalunternehmen Siemens/Petrofac final an den Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) Tennet übergeben werden, wie das Unternehmen mitteilte. Seit August 2019 war das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ) übertragungsbereit: Das zwölfte Offshore-Netzanbindungsprojekt bietet seitdem 900 Megawatt Übertragungskapazität, um den auf See produzierten Windstrom der zwei angeschlossenen Windparks an Land zu bringen. Insgesamt beträgt die Offshore-Übertragungskapazität in der deutschen Nordsee somit 7132 Megawatt.

BorWin3 ist das dritte Projekt, das das niederländische Unternehmen vor der Küste Borkums in Gleichstromtechnik realisiert hat. Am Standort Emden/Ost errichtete es hierfür eine Umspannplattform, um die auf See erzeugte Energie in das Höchstspannungsnetz an Land einzuspeisen. Insgesamt überbrückt das Projekt eine Distanz von 160 Kilometern. Wobei der Windstrom zunächst über ein 130 Kilometer langes und westlich von Borkum geführtes Seekabel bis Hamswehrum an Land transportiert und von dort über ein 30 Kilometer langes Landkabel nach Emden/Ost übertragen wird. (gun)