Die Zentrale von Aldi-Süd in Mülheim: Der Discounter setzt auf Sonnenenergie. Bild: Omas Törtchen/Wikipedia

Aldi Süd bestückt 250 Filialen mit PV

Der Discounter will die PV-Anlagen für die Eigenstromnutzung verwenden. Die prognostizierte Strommenge beträgt 35 Mio. kWh pro Jahr.

Der Solarmodul-Hersteller REC und der Projektierer Pohlen Solar errichten gemeinsam Photovoltaikanlagen auf den Filialen von Aldi Süd. Die Anlagen sind baugleich. Zusammenhängend verfügt Aldi Süd damit bundesweit über eines der größten Netze an eigenen Solaranlagen.

Der Discounter wird den produzierten Strom weitgehend für den eigenen Bedarf nutzen und so seine Energiekosten reduzieren. Insgesamt sollen an 250 Standorten ca. 140 000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rd. 35 MW installiert werden. Damit kann das Unternehmen pro Jahr bis zu 35 Mio. kWh Strom produzieren. Gleichzeitig reduziert das Unternehmen seine CO2-Emissionen jährlich um weitere ca. 17 500 t.

Der gewerbliche Eigenverbrauch von Solarenergie ist insbesondere für Handelsunternehmen attraktiv. Die Anlagen werden so geplant, dass je nach Standort rd. 60 bis 90 % der erzeugten Solarenergie direkt vor Ort verbraucht werden kann. „Das Projekt zeigt, dass der gewerbliche Eigenverbrauch von Solarenergie auch nach der EEG-Reform attraktiv für Unternehmen ist“, sagt Luc Graré, Senior Vice President Sales and Marketing bei REC. „Wir hoffen deshalb, dass sich weitere Handelsunternehmen Aldi Süd zum Vorbild nehmen und mithilfe von Solarenergie ihre Ausgaben für Strom reduzieren und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun.“

In einer Studie hatte Rec untersucht, unter welchen Bedingungen und für welche Segmente gewerbliche und industrielle Solaranlagen für den Eigenverbrauch profitabel sind: Der gewerbliche Eigenverbrauch von Solarenergie ist insbesondere für Handelsunternehmen attraktiv. Diese müssen in der Regel hohe Steuern und Abgaben auf eingekauften Strom zahlen und können dementsprechend durch die Verwendung von selbst produziertem Strom ihre Energiekosten deutlich reduzieren. Die Amortisationsdauer derartiger Anlagen liegt im Handel, selbst unter Berücksichtigung der anteiligen Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage, je nach Standort unter acht Jahren. (al)