Der Off-Shore-Strom muss ins Inland: Amprion soll dafür zwei Trassen bauen.
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Amprion startet Offshore-Projekt

Bis 2029 will das Unternehmen zwei Trassen bauen, um den Offshore-Strom ins Landesinnere zu befördern. Erste Schritte sollen bereits im kommenden Jahr erfolgen.

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion will in Zukunft Offshore-Windparks anbinden. Dafür hat das Unternehmen eine neue Organisationseinheit gegründet und verstärkt sich personell.

Dieser Schritt sei eine Reaktion auf den Entwurf des Flächenentwicklungsplans des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), erklärt das Unternehmen. Dieser sehe vor, dass Amprion zwei Offshore-Netzanbindungssysteme realisiert. Die beiden Offshore-Anbindungen sollen in der Umspannanlage Hanekenfähr (Niedersachsen) angeschlossen werden. Über die neu entstehende Netzanbindung soll Wind-Strom direkt von der Nordsee näher an die großen Verbrauchszentren im Westen Deutschlands transportiert werden.

Zehn Jahre Zeit für Planung und Umsetzung

Geplant ist die Inbetriebnahme der Anbindungen für 2028 und 2029. Das erste System soll eine Trassenlänge von etwa 220 Kilometer haben, davon 50 Kilometer auf See. Die Übertragungsleistung beträgt etwa 900 MW. Für das zweite System rechnet Amprion mit einer Trassenlänge von circa 300 Kilometern und einer Leistung von 980 MW. 130 Kilometer sollen bei dieser Leitung unterseeisch verlegt werden.

Die Trassenführung für beide Anbindungen wurde bisher nicht festgelegt. Für das erste Halbjahr 2019 sind jedoch bereits vorbereitende Gespräche mit den Trägern öffentlicher Belange geplant. (hol)