Das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde in der brandenburgischen Lausitz gehört noch bis spätestens August 2016 Vattenfall, danach einem tschechischen Konsortium aus EPH und PPF Investments.
Bild: J.H. Janßen/Wikipedia

Atomkraft fällt zurück

Im Jahr 2012 hatten die Braunkohle-Kraftwerke mehr als ein Viertel des deutschen Stroms erzeugt.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 16,1 % des Stroms durch Kernenergie erzeugt. 2010, vor dem Reaktorunfall in Fukushima, hatte dieser Anteil noch bei 22,4 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der vorläufigen Daten der Arbeitsgruppe Energiebilanzen (AGEB) weiter mitteilt, erhöhte sich der Anteil erneuerbarer Energieträger im selben Zeitraum von 16,4 % auf 22,1 %. Insgesamt wurden 2012 in Deutschland 617,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Mit 159 Mrd. kWh und einem Anteil von 25,7 % ist Braunkohle der Haupterzeugungsträger. Ausführliche Informationen finden sich auf der Übersichtsseite „Stromerzeugung in Deutschland”.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 1 253 Mio. kWh Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2011 war das ein Plus von 3,6 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, entspricht diese Strommenge dem durchschnittlichen Verbrauch von rd. 360 000 Haushalten. Gemessen an der Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2012 hatte das Klärgas aber nur einen sehr geringen Anteil von rund 1 %.

Insgesamt wurden im Jahr 2012 in Kläranlagen rund 20 491 TJ Klärgas gewonnen, das entsprach einem Anstieg um 1,3 % gegenüber dem Jahr 2011. In Deutschland gibt es mehr als 10 000 Kläranlagen, jedoch nur in rund 1 200 Anlagen wird im Rahmen der Klärschlammfaulung Klärgas gewonnen. Der überwiegende Teil des gewonnenen Klärgases (90 %) wird in diesen Kläranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt.

Weitere Informationen und lange Zeitreihen zur Klärgasgewinnung können über die Tabelle Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas abgerufen werden. (al)