Atomkraftwerke: Neue globale Sicherheitstandards

Neue intenationale Richtlinien und Überwachungsmethoden sollen die Sicherheit elektrischer Betriebsanlagen in Atomkraftwerken gewährleisten.

Dazu veröffentlichten die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) und die IEEE, die weltweit größte Vereinigung für Technologie, eine Serie internationaler Standards und Richtlinien mit der Bezeichnung IEC/IEEE 62582 "Atomkraftwerke – Wichtige Instrumente und Kontrollmechanismen für die Anlagensicherheit – Methoden zur Zustandsüberwachung elektrischer Betriebsanlagen".

Die IEC/IEEE 62582 gibt erstmals weltweit einheitliche Standards für eine Reihe von Zustandsüberwachungstechniken vor, um den tatsächlichen Zustand neuer oder bereits installierter Betriebsanlagen zu bestimmen. So lasse sich eine Messbasis festlegen, die den Kraftwerksbetreiber über die Dauer der vorgegebenen Geräteleistung informiert – selbst im Falle eines schweren Unfalles.

Die Richtlinie soll Kompatibilität bei der Datenerhebung an verschiedenen Standorten schaffen, den Informations- und Erfahrungsaustausch erleichtern sowie den Aufbau von Datenbanken zur zeitübergreifenden Zustandsbeschreibung der überprüften Betriebsanlagen ermöglichen und so zu einer breiteren Akzeptanz der Ergebnisse führen.

Noch in diesem Jahr sollen die Ergebnisse des europaweiten Atomkraft-Stresstests veröffentlicht werden, hatte EU-Energiekommissar Günther Oettinger beim Deutschen Energiekongress angekündigt. Sie enthielten, meinte er, mehr Erkenntnisse über die Risiken der Atomkraft als 30 Jahre Forschung zuvor. (sg)