Die Thüga ist seit zehn Jahren im Besitz eines großen Stadtwerke-Konsortiums. Bild: © Thüga

THEE und CEE Group: 500 MW Solarenergie ohne Förderung

Über eine Tochterfirma möchte die Thüga ihr Geschäft mit Strom aus deutschen PV-Anlagen deutlich ausbauen. Projekte in Mecklenburg und Brandenburg sind bereits geplant und werden ab 2020 realisiert.

Die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE) und die CEE Group (CEE), beide aus Hamburg, haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um gemeinsam große Freiflächen-Solaranlagen in Deutschland ohne Förderung zu realisieren und zu betreiben. Die Stärken und Erfahrungen von beiden Parteien sollen dabei genutzt werden, um Synergien zu schaffen. Die THEE hat Zugriff auf geeignete Freiflächen in mehreren deutschen Bundesländern und bringt planerische und energiewirtschaftliche Kompetenz sowie Betreiber-Know-How in die Kooperation ein.

Thomas Walther, Geschäftsführer der THEE: „Solarenergie ist aufgrund der mittlerweile sehr günstigen Gestehungskosten die Technologie der Wahl, wenn es darum geht, erste förderfreie Großprojekte in Deutschland mit langfristigen Stromabnahmeverträgen umzusetzen. Dass wir in diesem Zusammenhang mit der CEE einen kapitalstarken und im Bereich von großen Freiflächen-Solaranlagen sehr erfahrenen Partner gefunden haben, freut uns sehr.“ Die Thüga-Gruppe, immerhin das größte Netzwerk kommunaler Stadtwerke in Deutschland, steht dabei als Partner für den Abschluss langfristiger Stromabnahmeverträge zur Verfügung.

Mit der CEE einen erfahrenen Partner gefunden

Die CEE ist einer der bedeutendsten deutschen Investoren im Bereich der Erneuerbaren Energien und investiert vorwiegend in Wind- und Solaranlagen in Kontinentaleuropa. CEE hat langjährige Erfahrung im Erwerb, dem Betrieb, der Instandhaltung und dem Repowering von großen Freiflächen-Solarparks in verschiedenen Märkten. Neben ihrer bedeutenden Markstellung beim Einkauf von PV-Modulen und Wechselrichtern wird CEE Kapital, Finanzierungskompetenz sowie internationales Markt- und Transaktions-Know-How in die Partnerschaft einbringen.

Björn Keßel, Director of Business Development bei der CEE, kommentiert den Vertrag: „Im Hinblick auf die Energiewende ist es bemerkenswert, dass große Freiflächen-Solarparks in Deutschland mittlerweile ohne staatliche Förderung durch langfristige Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements, betrieben werden können. Wir freuen uns sehr, mit der THEE einen starken Partner aus der Energiewirtschaft mit komplementären Stärken gefunden zu haben, der insbesondere Projektentwicklungskompetenz und den Zugang zu Stromabnahmeverträgen mitbringt.“

Partnerschaft auch als Betreiber

CEE bringt Erfahrungen im Betrieb und der Optimierung von großen Solar-Freiflächenanlagen in die Partnerschaft ein. In den kommenden Jahren, beginnend bereits 2020, planen die beiden Firmen gleich mehrere Freiflächen-Solaranlagen mit einer Leisting von insgesamt rund 500 MW, und zwar in Deutschland. Die Anlagen wollen sie auch gemeinsam betreiben. Entsprechende Projekte unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg befinden sich bereits in der. (sig)