Schrittweise werden die Kraftwerksblöcke in den großen Revieren in die Sicherheitsbereitschaft überführt. Mit erfreulichen Folgen für die Klimabilanz, mit weniger erfreulichen Folgen für die Mitarbeiter der Unternehmen.
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Braunkohle büßt weiter Anteile ein

Die ersten Vorboten des Kohleausstiegs machen sich bemerkbar: Vergangenes Jahr ging die Förderung in den Tagebauen um drei Prozent zurück.

Rund 166 Mio. Tonnen Braunkohle wurden im Jahr 2018 im Rheinland, der Lausitz und im mitteldeutschen Revier zu Tage gebracht. Das sind ungefähr drei Prozent weniger als noch im Vorjahr, berichtet der Deutsche Braunkohle-Industrie-Verein (Debriv). Auch die Kraftwerke fahren ihre Blöcke nach und nach herunter.

Nachdem 2016 und 2017 bereits die Kraftwerke Buschhaus und Frimmersdorf mit insgesamt 900 MW vom Netz gingen, folgten ihnen vergangenes Jahr zwei weitere Blöcke. Während am rheinländischen Standort Niederaußem 600 MW Leistung heruntergefahren wurden, sind es in der Lausitz im Kraftwerk Jänschwalde 465 MW weniger Leistung. Laut Debriv wurden dadurch insgesamt etwa 5 Mio. Tonnen CO2 eingespart.

19 Mio. Tonnen weniger Emissionen bis nächstes Jahr

Für dieses Jahr ist noch Luft nach oben, denn in den kommenden Monaten werden zwei weitere Blöcke in die Sicherheitsbereitschaft überführt. Bis 2020 sollen 2730 MW Nettoleistung stillgelegt werden und die Braunkohleverstromung um 13 Prozent zurückgehen. Der Branchenverein rechnet mit einer CO2-Minderung in Höhe von bis zu 19 Mio. Tonnen. (ls)