In Herten und Gelsenkirchen hat man sich längst von der Kohle verabschiedet und baut dort auf über 30 ha ehemaligem Kohlerevier nun ein neues Stadtquartier samt klimafreundlicher Solarversorgung.
Bild: © Solmove

Ein Solarweg für Herten

Bereits letztes Jahr hat Solmove auf dem ehemaligen Zechengelände Westerholt einen Solarweg verlegt – nach Ausbesserungsarbeiten startet nun der offizielle Betrieb.

Wo einst Kohle geschaufelt wurde, soll nun Solarstrom fließen – auf dem ehemaligen Zechengelände Westerholt in Gelsenkirchen an der Grenze zu Herten soll ein neues klimafreundliches Stadtquartier entstehen. Dazu gehört auch die Versorgung mit Solarstrom – ein mit PV-Modulen gepflasterter Weg macht es möglich.

Auf einem Parkplatz auf dem Zechengelände wurden die Module verlegt, um Bürogebäude und eine Ladestation für E-Bikes mit Sonnenstrom zu versorgen. Bereits im Mai 2019 wurden hierfür Module auf 40 Quadratmeter verlegt. Doch die Anschlusstechnik musste überarbeitet werden. Seit Herbst lief die Testphase, nun sollen auch im Regelbetrieb täglich acht bis 18 kWh erzeugt werden.

Nicht das erste Projekt mit Nachbesserungsbedarf

Für Solmove, ein Berliner Start-up, war es nicht das erste hürdenreiche Projekt: In Erftstadt musste der Solarweg bereits wenige Monate nach der Inbetriebnahme zurückgebaut werden. Erst schmorten die Anschlussdosen des 90 Meter langen Solarweges durch, dann wurden die PV-Module teilweise mutwillig zerstört. Solmove sah die Vorfälle damals als „einen Schritt bei der Einführung einer neuen Technologie“. (ls)