Die Offshore-Netzanbindungsprojekte in der deutschen Nordsee sind als gepunktete Linien dargestellt. Das jüngste Vorhaben Dolwin 3 ist rot eingefärbt. Die Windparks in schwarzer Schrift sind bereits an das deutsche Stromnetz angeschlossen, bei den Clustern in blauer Schrift ist die Anbindung bereits in Bau. UW = Umspannwerk, KS = Konverterstation Grafik: Tennet

Tennet bindet weitere 900 MW offshore an

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat das Offshore-Windpark-Netzanbindungsprojekt Dolwin 3 an Alstom vergeben.

Die Alstom-Sparte Energieübertragung soll damit als Generalunternehmer eine dritte Netzanbindung für den Dolwin-Cluster herstellen. Abweichend von den anderen bestehenden oder in Bau befindlichen Seekabeln führt die Leitung weiter westlich über 83 km Seekabel zum Ostufer der Emsmündung und endet dann nach weiteren 79 km Landkabel nahe der Ems in der Konverterstation Dörpen West. Die 320-kV-Gleichstromleitung in Voltage-Source-Conversion-Technologie mit einer Transportkapazität von 900 MW kostet inkl. zwei Konverterstationen und Plattform "mehr als 1 Mrd. €", teilten Tennet und Alstom heute mit. Alstoms Partner sind der Plattformbauer Nordic Yards und der Kabellieferant Prysmian. Der Generalunternehmer-Vertrag umfasst auch einen fünfjährigen Serviceauftrag für Alstom.

Dolwin 3 ist das achte Netzanbindungsprojekt von Tennet in Gleichstrom-Technologie und soll 2017 fertig sein. Zusammen mit den drei Wechselstrom-Anbindungsprojekten wird Tennet im Endausbau 6200 MW deutsche Offshore-Windkraft an Land bringen. (geo)