Rückbaukosten schnellen in die Höhe

Der Rückbau von osteuropäischen Kernkraftwerken kann für die EU-Kommission ein Fass ohne Boden werden.

Deckungslücken über Deckungslücken - für den Rückbau von Kernkraftwerken im litauischen Ignalina, im bulgarischen Kozloduy und im slowakische Bohunice fehlen die Mittel, berichtet das "Handelsblatt". Zwar hat die EU-Kommission zwischen 2014 bis 2020 860 Mio. € bereitgestellt, doch die Mittel werden nicht reichen. Bis Ende des Jahres stehen 3 Mrd. € zur Verfügung.

Eigentlich wollte die EU etwa 60 % der Rückbaukosten tragen. Doch die Länder erwarten offenbar eine Vollkostenfinanzierung. Gemäß der Devise: "Ihr habt uns gezwungen abzuschalten, also könnt ihr uns nicht im Regen stehen lassen." Die Rückbaukosten pro Kraftwerk kosten etwa 200-900 Mio. €, zitiert Handelsblatt einen Sprecher von Nukem. Die Versorger in Deutschland haben rd. 33 Mrd. € für den Rückbau der Kernkraftwerke zurückgelegt. Greenpeace erwartet aber Kosten in Höhe von 44 Mrd. €. (al)