Creos und Amprion unterhalten eine gemeinsame Leistungs-Frequenz-Regelzone, deshalb wird ein länderübergreifendes Pooling von technischen Einheiten (Erzeugungseinheiten als auch regelbare Verbraucherlasten) für Primärregelreserve zugelassen.
Bild: © Michael Raubold/Amprion

Primärregelreserve: Amprion und Creos entwickeln Kooperationsmodell

Die Vereinbarung ermöglicht eine länderübergreifende Primärregelreserve. An dieser kann auch Luxemburg teilnehmen.

Ab dem 1. Juni 2020 können technische Einheiten in Luxemburg an der gemeinsamen Ausschreibung der FCR-Kooperation (Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweiz) teilnehmen. Hierzu haben die beiden Übertragungsnetzbetreiber Creos (Luxemburg) und Amprion (Deutschland) ein Kooperationsmodell entwickelt. Amprion übernimmt dabei stellvertretend die Rolle des Anschlussübertragungsnetzbetreibers. Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber führt die Präqualifikation der Anbieter durch, schließt den Rahmenvertrag für die Primärregelreserve ab und übernimmt die Abrechnung mit den Regelreserveanbietern im Netzgebiet von Creos. Da Creos und Amprion eine gemeinsame Leistungs-Frequenz-Regelzone unterhalten, wird ein länderübergreifendes Pooling von technischen Einheiten (Erzeugungseinheiten als auch regelbare Verbraucherlasten) für Primärregelreserve zugelassen. Ein Anbieter kann somit Erzeugungseinheiten oder regelbare Verbraucherlasten in Luxemburg und in Deutschland zusammenfassen und im Primärregelreservemarkt anbieten. (hoe)