Stadtwerke Halle veredeln Bioabfälle

Zusammen mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) errichten die Hallenser die erste Anlage zur Hydrothermalen Carbonisierung.

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum und die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Halle GmbH, errichten eine Demonstrationsanlage zur Umwandlung von Bioabfällen auf dem Gelände der Deponie Halle-Lochau.

 

Bestimmte Biomassen, die wasserreich, aber von Mikroben nur schwer abbaubar sind, können bisher nur unter Einschränkungen für die Energiegewinnung genutzt werden. Die hydrothermale Carbonisierung macht nun auch solche Biomassen für die energetische Nutzung verfügbar. Dabei wird organisches Material in heißem Wasser bei um die 220 °C und 25 bar im Verlauf mehrerer Stunden in einen kohleartigen, veredelten Biobrennstoff umgewandelt, der als klimafreundliche Alternative zur Braunkohle geeignet ist. Fernziel ist es, einen gleichwertigen Ersatz für Holzpellets bereit zu stellen. Die Demonstrationsanlage in Halle soll zukünftig jedes Jahr 2500 t Biomasse in einen Biobrennstoff umwandeln. (msz)