Bayern fördert PV-Anlagen auf Deponien

Der Freistaat Bayern sucht neue Standorte für Photovoltaikanlagen und nützt all seine Potentiale: Künftig sollen PV-Anlagen auf ehemaligen Deponien entstehen.

Man setze sich keine Denkverbote: Vermeintlich unnutzbare Flächen können Kommunen einen Vorsprung bei der Erzeugung erneuerbarer Energien schaffen, teilte Bayerns Umweltminister Marcel Huber am 20. Juni mit. Im Rahmen der Studie zur Standortsuche für Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Hausmülldeponien habe man herausgefunden, dass alte Industrieflächen und stillgelegte Deponien günstige Standorte für PV-Anlagen seien. Bayernweit prüfte man 40 Standorte auf ihre technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen. Dabei kam heraus, dass man so insgesamt rd. 37 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen und rd. 65 ha stillgelegte Deponieflächen wieder sinnvoll nutzen könnte.

 

Bayern will die Nutzung von stillgelegten Deponien und Altlastenflächen zu PV-Standorten deshalb ab 1. August mit 2 Mio. € jährlich fördern. Die Betreiber hätten schließlich höhere Planungs- und Baukosten, wenn sie eine alte Deponie in einen neuen Solar-STandort umwandeln müssten, erklärte Huber dazu. (sg)