Erdgasfeld Z6 der RWE Dea bei Völkersen in Niedersachsen. Mit der Gasförderung war im Jahr 1992 begonnen worden. Bild: RWE Dea

Deutschland produziert weniger Gas

Im vergangenen Jahr sind 8,8 % weniger Erdgas im eigenen Land gefördert worden.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) verzeichnet erneut einen Rückgang bei der heimischen Erdgasproduktion. Zu diesem Ergebnis kommt das LBEG in seinem aktuellen Bericht "Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2014".

Demnach förderte die Erdgasindustrie 2013 in Deutschland nur noch 10,7 Mrd. m3 Rohgas. Das entspricht einem Förderrückgang von 8,8 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 produzierte Deutschland noch 11,7 Mrd. m3 und 2011 rund 12,9 Mrd. m3.

Die heimischen Rohgasreserven belaufen sich 2014 auf 103,6 Mrd. m3 und lagen damit um 19,6 Mrd. m3 unter denen des Vorjahres (- 15,9 %). Die stetige Abnahme der Erdgasreserven ist im Wesentlichen auf die zunehmende Erschöpfung der vorhandenen Lagerstätten zurückzuführen. Zudem sind in den vergangenen Jahren nennenswerte Neufunde ausgeblieben, und vorhandene Kapazitäten werden von den Unternehmen derzeit aufgrund der energie- und umweltpolitischen Diskussion nicht ausgebaut.

Im Ländervergleich ist die zentrale Erdgas-Provinz Niedersachsen. Hier lagern nach der aktuellen Statistik 98,4 % (+ 0,3 % gegenüber 2013) der Rohgasreserven. Insgesamt 94,9 % (+ 0,4 %) des geförderten Rohgases haben die Unternehmen 2013 hier produziert.

2013 wurden in Deutschland 2,6 Mio. t Erdöl gefördert. Das ist eine Steigerung von 17 000 t bzw. 0,6 % gegenüber 2012. Die erwarteten Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag (1. Jan. 14) 31,5 Mio. t und liegen damit um 1 Mio. t unter dem Ergebnis des Vorjahres (- 3,2 %). Nach wie vor lagern die meisten sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven im Norddeutschen Becken. Bei Ölreserven lag Schleswig-Holstein noch vorne mit einem auf 39 % fallenden Anteil. Niedersachsen schloss auf 32 % auf. Die Reserven in Rheinland-Pfalz erhöhten sich auf 27 %.

Wie im Jahr 2012 stammen auch im Jahr 2013 etwa 2,8 % des in Deutschland verbrauchten Erdöls aus heimischen Quellen. Die heimische Erdgasförderung trug 10 % zur Versorgung bei. Im Jahr 2012 nahm der Anteil noch 11 % und 2011 sogar 13,7 % ein.

Die Daten des LBEG stimmen nicht überein mit den in der gedruckten ZfK 3/14, 10 zitierten Daten des Produzentenverbandes WEG. Dies liegt an der Definition: Während das LBEG das Volumen am Bohrloch als Referenz nimmt, fokussiert WEG das auf einen Brennwert (zumeist L-Gas) normierte Volumen. (al)